Und dann war da noch die Geschichte…
…mit dem total verkorksten Tag!
Aloha Freunde des gefiederten Wesens,
Ich hab eben telefoniert. Es ging um alte Geschichten. Es ging um besonders komische Ereignisse und schräge Geschichten in meinem Leben. Und da ich eben an diese Geschichte erinnert wurde, komme ich jetzt auf die Idee darüber zu schreiben.
Also:
Meine Sista und ich hatten sturmfrei. Ich war vielleicht 18,5?? …Ja. Meine Sis war/ist 2 Jahre jünger. Also wir hatten sturmfrei übers Wochenende. Wir waren schon immer äußerst liebreizende Kinder und kamen dann auf die Idee alle Spuren zu beseitigen mal ordentlich zu putzen. Fernsehen ist was für Pussis.
Irgendwann müssen wir dann auf die Idee gekommen sein unsere großen Wohnzimmerfenster zu putzen. Von der Idee her nicht schlecht, vielleicht ein bisschen ungeschickt in der Ausführung. Wir alle Pflanzen, Kübel, Kleinscheißdeko und was weiß ich noch alles aus von der Fensterbank geräumt. Fenster geputzt. Alles wieder hingeräumt. Stolz. Zufrieden. Tolle Kinder. Dieses Gefühl der Erhabenheit über den Schmutz, der beinahe fromme Augenblick der Gewissheit eine gute Tat vollbracht zu haben hielt ganze fünf Minuten.
Das Fenster flog auf, alle Pflanzen fielen auf den Boden. Das Wohnzimmer ein Trümmerfeld, überall Erdhügel, gekrönt mit Pflanzen, als hätten Maulwürfe fangen gespielt. Entsetzen. Verzweiflung. Angst. Gegenseitiges Schuld zuschieben. Ein Anruf. Sie waren schon auf dem Weg. Panik. Restspuren beseitigen und im Garten beerdigen. Notstand ausrufen. Gedanken sammeln. Diskussion. Hunger. HUNGER. Da sich keiner von uns beiden mehr bereiterklären wollte auch noch die Küche zu verwüsten zu kochen, kamen wir auf die grandiose Idee uns doch einfach was zum Essen zu holen. Also zogen wir uns an und fuhren los. In Richtung Dönerbude. Ausnahmsweise lief alles glatt und es stellte keine größeren Probleme da die Döner in Empfang zu nehmen. Wenigstens etwas. Bis ein kleines rotes Lichtlein die Stimmung zerstörte. Das Tanklicht. Auch das noch. Unser Entschluss stand fest. Wir wollten wenigstens nochmal tanken gehen. Vorerst sollte alles glatt gehen - das richtige Benzin wurde getankt, es wurde ordnungsmäßig gezahlt - beinahe perfekt. Ich fuhr rückwärts. Es rumpste. Sofort brach wieder Panik und ein Riesenstreit aus. Super. Ich war so genervt, dass ich meine arme Schwester anschrie sie sollte nachgucken. Erster Fehler. Bis heute weiß ich noch nicht, warum ich nicht geguckt hatte. Sie kam wieder - alles ok. Und wir fuhren nach Hause. Zweiter Fehler. Unsere Eltern meldeten sich, dass sie auf dem Weg sind. Es klingelte an der Tür. Das war aber flott. Ich öffnete die Tür. Dritter Fehler. Mein Vater war plötzlich in grün gekleidet mit komischer weißer Aufschrift und einer lustigen Kappe. Das war nicht mein Vater. Ein Polizist, der relativ freundlich fragte, ob ich denn schon mal was von Fahrerflucht gehört habe. Hupsa warum dat denn? Ja, ich hatte scheinbar beim Zurückfahren die Tanksäule verletzt und zwar so stark, dass sie vor Schreck um einige Zentimeter nach hinten gehupft ist. Bevor ich den Hergang näher erläutern konnte kamen uns auch schon meine Eltern und los ging das Tra ra.
Und das alles nur, weil man n bisschen was Gutes tun wollte.
Im Sinne von Ovid
” Die Tat wird vergessen, doch das Ergebnis bleibt. “
8 Kommentare
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Oh GOTT, ich möchte bitte NIE TÖCHTER!
Und die Tanksäule hat echt einen Satz nach hinten gemacht? Das geht?
An mir sind solche Fahranfängerdesaster zum Glück vorbeigangen. Begabung? Immerhin hab ich meinen Lappen gleich beim zweiten Anlauf gekriegt!
Nur nette Fotos bekomm ich manchmal geschickt. Blogmarie mit 50 in der 30er Zone und so… und beim Einparken mach ich’s wie in Fronkreisch: wozu sind Stoßstangen da?
@ S.T.Tick: Wir sind ein Dreamteam, meine Sis und ich
Ja die Tankstelle ist nach hinten gesprungen - nicht dass das ein Kleinwagen war, der da mit 2kmh draufgebrummt ist und das Ding dann um 5 cm verschoben hat. Klar! Wahrscheinlich ist vorher ein LKW dagegen gefahren, aber ich möchte dem netten Herren ja nichts Böses unterstellen
…och Fotos bekomme (oder bekam, weil’s ja futsch ist) ich auch ab und zu.
La Stoßstangäh? Isch glaubé nur darfüre, ise eigentlische eine schwarze alte Baguette
wenn es nur halb so war, wie du es da von dir gegeben hast, dann danke ich wem auch immer, dass wir keine kinder hatten. aber ich glaube, ich war mir da abschreckendes beispiel genug, um nicht noch so ein fehlerbild auf der welt zu haben.
@senfundkren: Die Geschichte stimmt hundertprozentig - das war alles am gleichen Tag und ist auch so passiert
Ja, wir sind schon zwei Süße hö hö hö
Sagen wir meine Eltern sind tolerant? *grins*
Ziemlich nette Geschichte, den Stress die ganze Zeit über und das Herzrasen, als der Polizist da stand, kann ich mir fast bildlich vorstellen *g*. Manchmal kommt eben alles zusammen…
P.S: Schwarzer Mauszeiger auf schwarzem Hintergrund macht gezieltes Anklicken im Comment-Feld schwer.
@ nissanfan: Ja, es war der HORROR! Damit werd ich auch immernoch aufgezogen…. ich war auch nie mehr bei der Tankstelle aus Angst sie dann eventuell AUSVERSEHEN ganz einzureissen
hmmmm ich hab keine Ahnung, wie ich das umstellen soll, weil das ja ein fertiges Theme von WordPress ist und so - ma gucken! Danke, für die Anregung
@ senfundkren
genau so war es!! Aber das als Argument zu nehmen, keine Kinder zu haben, ist schade. denn somit ging eigentlich das “pralle Leben” an dir vorbei
Und ich möchte keinen dieser aufregenden Tage missen
Schönes Wochenende wünscht
Grauganz
Ich war heut tanken - an DER Tanke!…… Auweia - die Zapfsäule war wieder verschalt und mit Klebeband gesichert. War dat Vögelchen etwa tanken?
Nein - Aufatmen!!! Dat Vögelchen hat ja gar kein Auto mehr, selbiges (dat Auto - net dat Vögelchen!!!) wurde auf der Höhe von Hanau geschlachtet. Aber das erzählt euch dat Vögelchen bestimmt noch irgendwann selbst
Nächtliche Grüße von
der Grauganz