die Pendlerin

Aloha Freunde der wundersamen Geschäfte!

Ich war heute – mal wieder – bei einem meiner Lieblingsgeschäfte. Oder, anders, bei meinem Lieblingsflohmarktramschladenverschnitt. Klingt komisch, ist aber so.

Um die Spannung vornewerg zu nehmen: Ich war bei der Pendlerin. Immer noch nicht besser? Ok, ok.

Also die Pendlerin ist bei uns, hier in unserer kleinen Studentenstadt, schon beinahe Kult. Was sag ich da? Sie legte die ersten Grundsteine für die Bedeutung des Begriffes “Kult”.

Stellt euch einen etwas unscheinbareren Eingang vor. Geht durch ihn hindurch und ihr landet in der Hölle. Na ja ihr landet nur in der Hölle, wenn ihr was gegen Staub, Unordnung und weite  Ställe habt, die bis unter die Decke vollgestopft vollgestellt sind. Sagen wir, es gibt so ziemlich alles. Vom Teddybären mit nur einem Ohr, ehemals rosa,  jetzt grau, über das Geschirr von der Ururur-Oma, eingerenzt von alten Hanni und Nanni-Büchern, umrahmt von undefinierbaren Küchenhelfern bis hin zu Klamotten, die die Oma schon scheiße uncool unästhetisch empfand. Es ist einfach nur der Hammer, weil man sich irgendwie ins Kindesalter zurückversetzt fühlt. Ich persönlich bin ja der Annahme, dass meine Mutter die Hauptdealerin ist. Na ja. Also eigentlich ist das schon witzig. Ich geh da nur immer hin, wenn mir absolut nichts einfällt, bezüglich eines Geburtstagsgeschenkes oder ähnlichem. ….Ihr habt’s erraten ich war auf der Suche nach einem Geschenk…. und ich fand gleich was. Absolut schäußliche trendige Weingläser mit einem Aufdruck von hier – also der Pfalz – und dazu ein pfälzischer Wein. Eigentlich total genial – es kam auch supergut an. Zurück zu diesem Laden. Der Clou daran ist, dass man da nicht normal zahlt, sondern die Katzenfrau fragt, ob sie gerade Zeit hat. Das hat sie meistens nicht sofort, warum auch immer. Und wenn sie dann irgendwann bereit ist, stellt man seine Schätze vor ihr auf einen Stuhl und wartet. Sie geht in sich. Fummelt nach ihrer Kette. Zaubert einen Stein an der Kette aus den Untiefen ihres SchlabberPullovers heraus und pendelt den Preis aus. Ja, ihr habt richtig gelesen, sie pendelt! (dabei darf man sie übrigens nicht stören!!!!!) Falls man so intelligent war und sich vorher nach ihren Katzen erkundigt hat – das ganze Geld wird dafür gespendet – dann hat man den Hauch einer Chance, dass man unter 3 Euro da auch wieder rauskommt. Deswegen darf man mich auch stolze Besitzerin dreier Leonardo-Sektflötengläser nennen.

HEUTE hatte sie leider keine Zeit und ich keine Möglichkeit nach den Katzen zu fragen – prompt musste ich 5 Euro zahlen.

Die Welt ist schon gemein, wenn einen schon Katzenomas alte Frauen bescheissen betrügen.

Gehabt euch wohl, gute Nacht!

Euer Gaggadu

PS: Kann sein, dass ich länger nicht schreibe, weil ich meine Uhus Großeltern besuche. Nicht sauer sein. :-)

2 Kommentare

  1. Also bitte, für was müssen den Omma und Oppa noch herhalten? Aus dem Alter solltest Du aber jetzt schon raus sein oder ?

  2. Klar, eigentlich schon, aber das ist momentan eine etwas verzwicktere Situation…. vielleicht findest du den Schlüssel im neusten Post! :-)

    ….hast du eigentlich schon gesehen, dass ich mein “Über-mich” geändert habe – besser?
    Liebe Grüße


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